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Keep it simple - Zeitmanagement für Zahnärzte

Apr 2013 12

Ein Erfahrungsbericht von Dr. Karl-Heinz Müller, erschienen in der tzb 04/2013

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Stephan F. Kock, Geschäftsführer Kock + Voeste GmbH


Wohl jede Zahnärztin und jeder Zahnarzt sieht sich gelegentlich mit folgender Situation konfrontiert: Stau im Wartezimmer, Post in der Ablage, unfertige Heil- und Kostenpläne, Krankenkassen- und KZV-Anforderungen – all das sorgt für Hektik und Zeitdruck. Sie haben das Gefühl, dass der Tag zu wenig Stunden hat? Dass es, obwohl Sie den ganzen Tag hart und intensiv gearbeitet haben, immer noch nicht genug war?

Dann geht es Ihnen so wie vielen Menschen im Gesundheitsbereich. Der Stress nimmt zu, und Sie spüren einen Verlust an Lebensqualität und Lebensfreude. Gesund ist das nicht ….

Dazu hatte die KZV Thüringen und die Deutsche Apotheker – u. Ärztebank am 16. März 2013 zu einem Seminar nach Weimar mit dem Inhaber und Geschäftsführer der Unternehmensberatung Kock + Voeste, Stephan F. Kock (Studium der Theologie und Psychologie; Supervisor; Berater f. Sanierungen; Trainer für Qualitäts- u. Praxismanagement) eingeladen. 45 Kolleginnen und Kollegen waren dieser Einladung gefolgt und wurden wohl nicht enttäuscht. Dieser Mann weiß, wovon er spricht und zeigte am persönlich Erlebten auf, was ein Burnout bedeutet und bewirken kann. Anhand eines Zeitungsartikels, worin die durchschnittlich verfügbare Freizeit von verschiedenen Berufsgruppen und Menschen aufgeführt war, zeigte sich, dass genau die Gruppen mit der größeren Verantwortung für Beruf, Management und Familie die wenigste Freizeit haben.

„Ein optimales  Zeitmanagement ist bares Geld wert“, begann Kock sein Referat. Wichtig sei, dass ein Praxisbetrieb auf die Tücken des Alltags vorbereitet sei, sodass „Zeitdiebe“ und „Energievampire“ für die Praxis nicht zum Verlustgeschäft werden. „Zahnärzte in eigener Praxis sind Führungskräfte“, so Kock weiter, „zusätzlich zu den zahlreichen, die sie neben ihrer Funktion als  Zahnarzt wahrnehmen, geben sie auch Richtlinien für das ganze Zeitmanagement ihres ganzen Teams vor.“

Bekannte Abläufe und bestehende Termine können sehr gut geplant werden. Schwieriger wird es, wenn sogenannte Zeitdiebe diesen Ablauf aus dem Gleichgewicht bringen. Werden die Prioritäten falsch gesetzt, können diese den Tagesablauf empfindlich stören. Ein schlechtes Ablagesystem, die Suche  nach Telefonnummern und Unterlagen sorgt für Hektik. Andere wichtige Aufgaben leiden. „Doch zu viel Kontrolle kann wichtige Zeit kosten“, so Kock. Ein richtiges Maß ist gefragt. So viel wie nötig und so wenig wie möglich, heißt hier die Devise. „Zeitmanagement soll helfen und nicht zum Selbstzweck werden, „ meinte Kock weiter.

Jeder Mensch hat individuelle Stärken, Schwächen und Vorlieben im Arbeitsablauf und diese sollten bewusst, konstruktiv und zielführend sein.

„Es gibt aber auch ein Leben nach der Praxis“, so sein Credo. Deshalb befasste sich das Seminar auch mit Fragen wie z. B. „Wie finde und definiere ich meine persönlichen Ziele in der Praxis und privat?“ und „Wie gehe ich mit meiner eigenen Zeit um?“.

In der Pause war schon von Teilnehmern zu hören, wie wichtig die Sicht eines Kenners der Materie von außen sein kann und so war dieses Seminar eine sehr gelungene runde Sache.