Wir verwenden Cookies, um die Webseite optimal gestalten und fortlaufend verbessern zu können. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Details
Detailansicht

Wenn Konflikte an den Ressourcen nagen

Mit Mediation Geld, Zeit und Nerven sparen

Der Gang in die Praxis fiel ihm jeden Tag schwerer. Die andauernden, innerbetrieblichen Spannungen zerrten an seinem Nervenkostüm und die Produktivität litt: Er konnte sich kaum mehr motivieren, nur noch schlecht konzentrieren. Viel zu lange schon lag Dr. Wigald J. mit seinem Praxispartner im Clinch. Wie konnte eine Lösung herbeigeführt werden, wenn die Fronten so verhärtet waren?

Fallbeispiel aus der Praxis [Name v. d. Redaktion geändert]

Genau zwölf Monate waren vergangen, seitdem der Hamburger Zahnarzt aus einem mehrwöchigen Klinikaufenthalt wieder in den Praxisalltag zurückgekehrt war.
Burn-out lautete damals die Diagnose. Dr. Wigald J. hielt dem Arbeitsdruck und den ständigen Auseinandersetzungen mit seinem Praxispartner irgendwann nicht mehr stand. Schlaflosigkeit, Reizbarkeit, Nervosität und Konzentrationsverlust waren die Folge.
In der Kurklinik schöpfte er neue Kraft, um die Anstrengungen zu bewältigen.
Doch das angespannte Praxisklima blieb.

Konflikte können teuer werden
Jetzt, ein Jahr nach der erschöpfungsbedingten Auszeit, herrschte endgültig Funkstille zwischen den einst befreundeten Gesellschaftern. Mehr als ein „Guten Tag und guten Weg“ hatten sie sich nicht mehr zu sagen. Eine bedrückende Situation, die für Dr. Wigald J. zunehmend unerträglicher wurde – ein erneuter Zusammenbruch war nicht auszuschließen.

Werden Konflikte nicht geklärt, beeinträchtigen sie die Zusammenarbeit und führen zu hohen Kosten. Die wichtigsten Kostenfaktoren:

  • ver(sch)wendete Arbeitszeit zur Konfliktbewältigung
  • krankheitsbedingte Fehlzeiten
  • hohe Mitarbeiterfluktuation bei schwierigem Arbeitsklima
  • Minderleistungen der Konfliktparteien
  • gescheiterte oder verschleppte Projekte 

Außergerichtliche Klärung per Mediation
Stephan Kock, Geschäftsführer und Mediator bei Kock + Voeste, bot Dr. Wigald J. Hilfe an.
Bei Konflikten, in denen sich die Beteiligten nicht mehr zuhören, ist eine Lösung auf Grund persönlicher Betroffenheit und Emotionalität in der Regel nicht mehr allein durch die Konfliktparteien herbeizuführen.
Als Mediatoren nehmen die Spezialisten von Kock + Voeste eine neutrale Position im Konfliktszenario ein. Sie sind Unterstützer aller Parteien, bringen die Kontrahenten an einen Tisch, sorgen für einen respektvollen Umgang miteinander und geben jedem die Chance, seine Sichtweisen offen darzulegen.

Da eine Mediation immer auf freiwilliger Basis erfolgen sollte, konnte man die Einwilligung beider Partner zu diesem Lösungsversuch bereits als ersten Erfolg werten.

In sieben Schritten zur Einigung
Typischerweise läuft eine Mediation in mehreren Phasen ab, die in der Praxis oft ineinander übergehen:

  • Phase 1: Spielregeln werden vereinbart, die während des gesamten Prozesses einzuhalten sind.
  • Phase 2:  Die Konflikthistorie wird geklärt. Dr. Wigald J. und sein Praxispartner bekamen in Einzelgesprächen die Chance, ihre Sichtweise auf die Entwicklung der Streitigkeiten darzulegen.
  • Phase 3: Gemeinsam werden alle Themen gesammelt, die es zu besprechen gilt.
  • Phase 4: Jeder Konfliktpartner bekommt die Möglichkeit, seine Interessen zu vertreten.
  • Phase 5: Die Parteien erarbeiten mögliche Lösungsansätze für ihr Problem und konkretisieren diese. Der Mediator gibt dabei keine Lösungen vor. Diese sollen von den Parteien selbst erarbeitet werden.
  • Phase 6: Erste Maßnahmenschritte zur erfolgreichen Konfliktbewältigung werden definiert.
  • Phase 7: Die getroffenen Vereinbarungen werden schließlich schriftlich fixiert und von den Konfliktparteien mit Unterschrift quittiert.

Medianten treffen gemeinsame Vereinbarung
Nach vielen offenen, ehrlichen und manchmal auch harten Verhandlungstagen kamen Dr. Wigald J. und sein Praxispartner zu dem Schluss, dass es ein gemeinsames „Weiter so!“ nicht geben kann. Einvernehmlich entschieden sie, dass Dr. J. die Zahnarztpraxis zukünftig allein weiterführen wird. Die ehemaligen Geschäftspartner verabredeten ein einheitliches Wording, um Mitarbeiter und Patienten über das Ausscheiden des Praxispartners zu informieren. Eine durch Kock + Voeste aufgesetzte Auseindersetzungserklärung formulierte alle monetären und  verhaltensbezogen Einigungen, die im Zuge der Mediation errungen wurden.

Kooperationen mit Konfliktpotenzial
Ob fachlich, rechtlich oder zwischenmenschlich: Wenn Grundwerte und Ziele in der Gemeinschaftspraxis nicht übereinstimmen, können Konflikte schnell eskalieren. Vielfach wird zu lange verharrt, bis nur noch der (teure) Gang zum Anwalt bleibt.
Eine Mediation schafft Klarheit und faire Verhandlungsergebnisse. In einem geschützten Kommunikationsrahmen können Differenzen kostengünstig und diskret beigelegt werden.

Lesen Sie mehr zu den verschiedenen Phasen einer Konflikteskalation und wie sich eine Mediation von anderen Konfliktlösungsverfahren unterscheidet.