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Personal führen - Personal binden

"Wenn wir uns uneinig sind, gibt es wenig, was wir tun können. Wenn wir uns einig sind, gibt es wenig, was wir nicht tun können.“

Ausgangslage:
In 2011 beauftragte eine Praxisinhaberin eine Begleitung bei der Verbesserung ihrer Personalbindung. In den Vorjahren hatte die durchschnittliche Bindungsdauer bei gut 8 Jahren gelegen – dies hatte sich aber seit 2010 deutlich verkürzt. Die Praxisinhaberin sah sich wiederholten Kündigungen gegenüber und fühlte sich nach verschiedenen, unglücklichen Versuchen „hilflos“. Angeregt durch die Teilnahme an einer Veranstaltung zur Personalführung, suchte sie den Kontakt zu Kock  + Voeste.
 
Analysieren:
In verschiedenen Interviews mit der Inhaberin und ihrem Personal sowie einem Praxisworkshop wurde nach den Ursachen für die Personalfluktuation gesucht. Die Analyse brachte Folgendes ans Licht: Die Arbeit beeinflusste das Privatleben zunehmend und störend. Ständige, wiederkehrende und öffentliche Kritik schwächte das Selbstbewusstsein und den Spaß an der Arbeit. Die Praxisinhaberin fand immer weniger Zeit für einzelne und die Mitarbeiter insgesamt. Patienten, deren Behandlung und das Gespräch mit ihnen wurden von der Praxisinhaberin als deutlich wichtiger angesehen als die Gespräche mit den Mitarbeitern und das Formen eines neuen, funktionierenden Praxisteams. Es gab weder klar definierte Stellenbeschreibungen noch Anforderungsprofile, so dass sich das Personal immer wieder unerwarteten Forderungen gegenüber sah, die zu erfüllen einfach nicht möglich war. Letztlich gab es zwar eine Praxisphilosophie, die auch Mitarbeiterorientierung beinhaltete, aber diese wurde nicht gelebt.
 
Optimieren:
Neben den Interviews und dem Praxisworkshop, die als mitarbeiterorientiert und bedarfsgerecht erlebt worden sind, führte die Praxisinhaberin Stellenbeschreibungen und Anforderungsprofile ein. Es finden jetzt halbjährliche Personalgespräche statt. Für jeden Mitarbeiter gibt es eine individuelle Zielvereinbarung und damit einen ideellen und wirtschaftlichen Anreiz. Regelmäßige Teamsitzungen und Klausurtagungen sorgen dafür, dass die Praxis auf Kurs bleibt und sich die Mitarbeiter deutlich besser aufgehoben und angenommen fühlen.
 
Gewinnen:
Bei der Mandatserteilung war die Stimmung zwischen der Praxisinhaberin und ihren Mitarbeitern auf dem Tiefpunkt angekommen. Man arbeitete in der Praxis, weil es an Alternativen fehlte. Der Umsatz litt und die Patientenzufriedenheit war deutlich rückläufig. Heute genießt man es in der Praxis, dass die Zusammenarbeit gut funktioniert. Mitarbeiterzufriedenheit wird regelmäßig erkundet, und die Praxisinhaberin arbeitet daran, diese zu erhalten. Sie selbst ist zufriedener und geht wieder mit Freude und Spaß in ihre Praxis. Auch die Patienten profitieren von dieser Entwicklung, denn sie lassen sich lieber in einer Praxis behandeln, in der die Stimmung frei von Spannungen ist.
 
Fazit:
Am besten fasste es die Praxisinhaberin – frei nach John F. Kennedy – zusammen. “Wenn wir uns uneinig sind, gibt es wenig, was wir tun können. Wenn wir uns einig sind, gibt es wenig, was wir nicht tun können.“