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Jeder (Berliner) soll medizinische Hilfe bekommen

12 2019 16

Kock + Voeste unterstützt ehrenamtliche Ärzte mit Weihnachtsspende

Berlin – Der Heilberufespezialist Kock + Voeste  verzichtet in diesem Jahr auf den Druck und Versand von Papierweihnachtskarten für Kunden und Geschäftspartner. Stattdessen unterstützt das Berliner Beratungsunternehmen die ehrenamtlichen Ärzt*innen von Medizin hilft e.V. mit einer Weihnachtsspende. 

„In unserer täglichen Arbeit mit Ärzten, Zahnärzten und Apothekern wird die medizinische Versorgung für uns oft zur Selbstverständlichkeit“, gesteht Jonas Kock, Geschäftsführer der Unternehmensberatung für Heilberufe Kock + Voeste GmbH. „Wenn man aber hört, dass 80.000 - nach Expertenschätzungen sogar bis zu 800.000 - Menschen in Deutschland keinen Arzt aufsuchen dürfen, weil ihnen die Versicherung fehlt, ist das schon sehr erschreckend. Mit unserer Weihnachtsspende wollen wir die wertvolle Arbeit der ehrenamtlichen Ärzt*innen von Medizin hilft e.V. unterstützen. Denn wir finden, jedes kranke Kind und jeder behandlungsbedürftige Erwachsene – ob mit oder ohne Krankenversicherung – sollte in Deutschland die Chance auf ärztliche Versorgung bekommen.“

Deshalb hat das Team von Kock + Voeste entschieden, in diesem Jahr keine gedruckten Weihnachtskarten produzieren zu lassen. Vielmehr wollen Geschäftsführung und Mitarbeiter*innen ihrer gesellschaftlichen Verantwortung nachkommen: CO2 einsparen und benachteiligten Berliner*innen einen Zugang zu medizinischer Behandlung ermöglichen.

Medizin hilft e.V. ist eine Anlaufstelle für alle Menschen, die durch strukturelle Lücken keinen oder einen nur eingeschränkten Zugang zum deutschen Gesundheitssystem haben. Mit ca. 120 ehrenamtlichen Ärzt*innen, Pflegekräften und Helfer*innen bietet der gemeinnützige Berliner Verein neben allgemeinmedizinischer und kinderärztlicher Versorgung für Menschen ohne Versicherungsschutz auch psychosoziale Hilfestellungen und ein Lotsensystem an, mit dem Ziel, alle Menschen mit Anspruch auf Gesundheitsleistungen in die haus- und fachärztliche Regelversorgung zu integrieren.

„Wir haben großen Respekt vor dem Engagement von Medizin hilft! Ohne dieses Hilfsangebot ständen sicherlich viele Berliner*innen schlechter da.“, betont Jonas Kock. „Auch unsere Mandanten und Netzwerkpartner begrüßen unseren Spendenentschluss. Vielleicht regt es sogar den einen oder anderen an, selbst eine Weihnachtsspende zu leisten. Das würde uns sehr freuen.“

Obwohl es seit 2009 eine Versicherungspflicht gibt, erhob das Statistische Bundesamt im letzten Mikrozensus 2015 rund 80.000 Menschen, die ohne Krankenversicherungsschutz in Deutschland leben. Wohnungslose und illegale Einwanderer werden dabei nicht mitgezählt – weshalb die Dunkelziffer deutlich höher liegen dürfte.
Vor allem Flüchtlinge und Migranten aus EU-Ländern haben keinen Zugang zu regulärer Gesundheitsversorgung. Aber auch viele Deutsche, vor allem Selbstständige und Mini-Jobber, können die Kassenbeiträge aus unterschiedlichen Gründen oft nicht bezahlen und verlieren ihren Versicherungsschutz.