Praxis übernehmen oder neu gründen?

Entscheidungsfindung zur Praxiseröffnung

Eine eigene Praxis zu gründen, ist eine Entscheidung mit Zukunft. Die demografische Entwicklung und der anhaltende Gesundheitstrend lassen die Nachfrage nach ärztlichen und zahnärztlichen Dienstleistungen perspektivisch weiter steigen.

Die Vorteile einer eigenen Niederlassung liegen dabei auf der Hand:

  • mehr Selbstbestimmtheit
  • mehr Gestaltungsmöglichkeiten
  • höheres Maß an Selbstverwirklichung
  • mehr Möglichkeiten, eigene Ziele und Maßstäbe umzusetzen
  • flexiblere Arbeitszeitgestaltung
  • mehr Autonomie
  • bessere Einkommensmöglichkeiten

Hat man sich als Heilberuflerin oder Heilberufler entschieden, in die Selbstständigkeit zu gehen, bleibt noch die Frage: eine bestehende Praxis übernehmen oder neu gründen?

Eine Praxis übernehmen: Vor- und Nachteile

Bei der Übernahme einer bestehenden Praxis sind viele Anfangshürden bereits genommen. Als Praxiskäuferin oder -käufer können Sie auf einen bestehenden Patientenstamm und ein eingespieltes Team zurückgreifen. Das ermöglicht einen direkten Einstieg ins wirtschaftliche Arbeiten. Anhand der Daten Ihres Vorgängers können finanzielle Entwicklungen prognostiziert und gesteuert werden.

Als Übernehmerin und Übernehmer haben Sie die Chance, sich in zulassungsbeschränkten Gebieten niederzulassen, die für Neugründungen möglicherweise gesperrt sind. Sie können vom Ruf Ihrer Vorgängerin oder Ihres Vorgängers profitieren – im schlechten Fall kann sich dieser jedoch auch nachteilig auf Ihre Praxisentwicklung auswirken. Hohe Marketingkosten und erschwerte Patientenakquise wären die Folge.

Je nach Fachrichtung und Praxiszustand haben Sie bei einer Praxisübernahme die Möglichkeit, Möblierung und Gerätschaften direkt zu übernehmen. Das spart Zeit und Anschaffungskosten. Allerdings könnten auch größere Modernisierungs- und Umbaukosten auf Sie zukommen, wenn die Räumlichkeiten für Ihre Zwecke optimiert werden müssen.

Was spricht für die Neugründung einer Praxis?

Wer eine neue Praxis gründet, kann seinen Wünschen und Ideen freien Lauf lassen. Von der Standortwahl bis zur Raumaufteilung: Bei Neugründung sind Praxisinhaberinnen und -inhaber frei von vorgegebenen Strukturen und müssen sich nicht mit Kompromissen zufriedengeben.

Dennoch: Anmeldung, Ausbau, Akquise – die Eröffnung einer neuen Arzt- oder Zahnarztpraxis nimmt deutlich mehr Zeit in Anspruch als bei einer Praxisübernahme. Allerdings weiß man als Neugründerin und Neugründer sicher um die Qualität des selbst eingestellten Teams, kennt die Zuverlässigkeit der ausgewählten Geräte und genießt den Gestaltungsspielraum in weißen Wänden.

Für Praxisneugründungen gelten vielerorts Zulassungsbeschränkungen. Die so genannte Niederlassungsfreiheit gilt nur für zahnmedizinische und kieferorthopädische Versorgung sowie für humanmedizinische Praxen in unterversorgten Gebieten.

Fachberatung bei Gründung und Praxisübernahme

Für (Zahn-)Ärztinnen und (Zahn-)Ärzte, die eine Praxis übernehmen oder neu gründen wollen, eine Praxiskooperation oder Praxisexpansion anstreben, gibt es viele Aspekte zu beachten. Gründungs- und Übernahmevorhaben stellen eine große wirtschaftliche, rechtliche und organisatorische Herausforderung dar. Die Komplexität eines solchen Projektes ist allein kaum zu bewältigen.

Fachliche Unterstützung und eine frühzeitige Planung sind bei der Praxisübernahme und -neugründung das A und O. Als langjährig etablierte Unternehmensberatung für Ärzte und Zahnärzte unterstützen die Fachberaterberater von Kock + Voeste Ihr Gründungs- und Übernahmevorhaben. Gemeinsam entwickeln wir einen wasserdichten Businessplan, analysieren die Praxispotenziale und bewerten finanzielle Risiken. Unsere Spezialistinnen und Spezialisten entwickeln einen exakt auf Ihre wirtschaftlichen Umstände angepassten Finanzplan.

Senden Sie uns gern Ihre Anfrage.

Nach oben